MacBook Pro: OLED und Touchscreen kosten keine Akkulaufzeit
Apple hat das MacBook Pro mit einem neuen PROLED XDR Display vorgestellt. Erstmals lässt sich ein MacBook damit direkt über den Bildschirm bedienen. Gleichzeitig ersetzt Apple die bisherige Mini-LED-Technologie durch OLED. Trotz dieser Änderungen bleibt die angegebene Akkulaufzeit unverändert.
- Neues MacBook Pro mit OLED-Display und Touchscreen
- Bis zu 24 Stunden Akkulaufzeit wie bei den bisherigen Modellen
- Unveränderte Batteriekapazitäten von 72,4 Wh und 100 Wh
- OLED-Effizienz könnte den zusätzlichen Stromverbrauch ausgleichen
- Verkaufsstart am 6. November 2026
Bis zu 24 Stunden Akkulaufzeit trotz Touchscreen
Wie ein Vergleich der technischen Daten zeigt, erreichen die neuen Modelle mit PROLED XDR Display dieselben maximalen Laufzeiten wie ihre Vorgänger mit Mini-LED-Bildschirm. Das gilt sowohl für die 14-Zoll- als auch für die 16-Zoll-Varianten mit M5 Pro und M5 Max.
Die längste Laufzeit bietet weiterhin das 16-Zoll-MacBook-Pro mit dem M5 Pro-Chip. Apple gibt hier bis zu 24 Stunden Videostreaming und bis zu 17 Stunden drahtloses Surfen an.
Beim 16-Zoll-Modell mit dem M5 Max sind es bis zu 22 Stunden Videostreaming und 16 Stunden Surfen. Die kleinere Variante mit 14 Zoll erreicht mit M5 Pro bis zu 22 Stunden Videostreaming und 14 Stunden Surfen. Mit dem M5 Max sinken die Werte auf 20 beziehungsweise 13 Stunden.
Bei diesen Angaben handelt es sich um die von Apple ermittelten Maximalwerte. Wie lange die Geräte im Alltag tatsächlich durchhalten, hängt unter anderem von der Displayhelligkeit, den verwendeten Anwendungen und der Auslastung des Prozessors ab.
OLED könnte zusätzlichen Energiebedarf ausgleichen
Bemerkenswert ist, dass Apple die Laufzeiten ohne größere Akkus erreicht. Das 14-Zoll-MacBook-Pro verfügt weiterhin über eine Batterie mit 72,4 Wh, während im 16-Zoll-Modell eine Batterie mit 100 Wh steckt.
Eine mögliche Erklärung liefert die höhere Energieeffizienz des neuen OLED-Bildschirms. Im Gegensatz zu Mini-LED benötigt OLED keine separate Hintergrundbeleuchtung. Stattdessen erzeugen die einzelnen Bildpunkte ihr Licht selbst.
OLED steht für „Organic Light Emitting Diode“. Anders als bei LCD-Displays mit Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung leuchten die Bildpunkte eines OLED-Bildschirms selbst. Schwarze Bildbereiche benötigen dadurch besonders wenig Energie. Das ermöglicht hohe Kontraste und kann den Stromverbrauch reduzieren. Wie effizient OLED tatsächlich arbeitet, hängt allerdings von den dargestellten Inhalten und der eingestellten Helligkeit ab.
Die daraus resultierenden Einsparungen könnten den zusätzlichen Stromverbrauch der Touchscreen-Technologie ausgleichen. Apple hat allerdings nicht im Detail aufgeschlüsselt, welchen Anteil das Display und die Touch-Sensorik am gesamten Energiebedarf haben.
Da die neuen Varianten weiterhin auf M5 Pro und M5 Max setzen, lassen sich die Angaben zur Akkulaufzeit direkt mit den bisherigen Modellen vergleichen.
Neue Displaytechnik ohne größere Batterie
Das PROLED XDR Display bringt neben der Touch-Bedienung weitere Änderungen mit. Dazu gehören eine variable Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz, eine höhere Spitzenhelligkeit und ein erweitertes Farbspektrum.
Apple integriert die Touch-Sensorik direkt in das Displaypanel. Dadurch soll die Bedienung ohne zusätzliche Verzögerungen möglich sein. Tastatur und Trackpad bleiben weiterhin erhalten.
Die neuen MacBook-Pro-Modelle können seit gestern vorbestellt werden. Der Verkaufsstart ist für den 6. November vorgesehen.

Allerdings handelt es sich bislang um Herstellerangaben. Erst unabhängige Tests werden zeigen, ob die neuen Modelle auch bei intensiver Touch-Nutzung und unterschiedlichen Displayinhalten ähnlich lange durchhalten. Zudem bedeutet die unveränderte Laufzeit, dass Apple den möglichen Effizienzgewinn durch OLED nicht in längere Nutzungszeiten umsetzt.








